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Installation in der Kirche zum Namen Gottes – JHWH

Installation in der Kirche zum Namen Gottes – JHWH
Installation in der Kirche zum Namen Gottes – JHWH
© Samuel Stricker

Normalerweise ist im Eingangsbereich der Kirche Heilig Kreuz eine überlebensgroße Pietà des Künstlers Arnold Henseler zu sehen. Sie ist die XIII. Kreuzwegstation der Kirche. Anfang März 2020 wurde sie für eine Ausstellung nach Limburg gebracht. Das Team des Meditations-zentrums hat den Raum für die Zeit bis zu ihrer Rückkehr neu gestaltet.

Auf dem Vorhang des leer gewordenen Raumes wird der Gottesname sichtbar. Gott ist da – so wie auch ich da bin. Kerzen können in den Sand auf dem Boden gestellt werden – ein Zeichen für die Gegenwart Gottes in den brennenden Sorgen, Fragen und Nöten dieser Zeit.

Einige Gedanken zu diesem Ort des stillen Betens:

יהוה

Der Gottesname ist heilig und unaussprechlich. Wo im Hebräischen das Tetragramm יהוה

(JHWH) steht, liest man elohim (‚Gott‘) oder adonai (‚Herr‘). Wer Gott ist, bleibt geheimnisvoll verschleiert und für den Verstand unzugänglich – Ich bin der Ich bin.

Diese Unaussprechlichkeit des Gottesnamens ist schon lange bekannt. Inzwischen wissen wir, dass das Wort überhaupt nicht gesprochen wurde, es wurde geatmet! Die korrekte Aussprache ist der Versuch, den Klang des Ein- und Ausatmens zu imitieren.

Was wir in jedem Augenblick unseres Lebens tun, nämlich atmen, bedeutet demzufolge nichts anderes als den Namen Gottes auszusprechen, ob wir es wissen oder nicht.

So wird der Gottesname zu unserem ersten und letzten Wort, wenn wir die Welt betreten und wieder verlassen. (nach: Richard Rohr, Pure Präsenz, Claudius Verlag, München 22010, 27f.)

In der geheimnisvollen Gegenwart Gottes

atme ich mit jedem Atemzug SEINEN Namen –

auf diese Weise unablässig betend

zünde ich eine Kerze an für…

 

 

 

Gottes Name JHWH bedeutet:

Ich bin der Ich-bin-da.

 

Auch ich bin da, in Gottes Gegenwart.

Alle Menschen sind in Gottes Gegenwart,

ob sie es wissen oder nicht,

ob sie das glauben können oder nicht.

 

Du kannst Namen aufschreiben von Menschen, lebend oder verstorben, um zu erinnern, dass sie in Gottes Gegenwart sind. Der Name des Menschen, den Du erinnerst, kann einen Platz im Gebetsraum unter dem Gottesnamen finden.

Schreibe ihn auf ein kleines Blatt und lege das Blatt in den Sand, wenn Du magst.

→ Wer nicht vor Ort ist, kann uns auf einer Postkarte oder mit einer Email Namen schicken, die wir stellvertretend aufschreiben und in die Gegenwart Gottes legen.

 

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