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Komm herab o Heilger Geist

Komm herab o Heilger Geist
Komm herab o Heilger Geist

Die Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten

Seit dem 13. Jahrhundert erschallt in der Pfingstmesse der hymnenartige Ruf der Pfingstsequenz:

Komm herab, o Heil'ger Geist,
der die finstre Nacht zerreisst,
strahle Licht in diese Welt.

Komm, der alle Armen liebt,
komm, der gute Gaben gibt,
komm, der jedes Herz erhellt.

Höchster Tröster in der Zeit,
Gast, der Herz und Sinn erfreut,
köstlich Labsal in der Not,

in der Unrast schenkst du Ruh,
hauchst in Hitze Kühlung zu,
spendest Trost in Leid und Tod.

Komm, o du glückselig Licht,
fülle Herz und Angesicht,
dring bis auf der Seele Grund.

Ohne dein lebendig Wehn
kann im Menschen nichts bestehn,
kann nichts heil sein noch gesund.

Was befleckt ist, wasche rein,
Dürrem gieße Leben ein,
heile du, wo Krankheit quält.

Wärme du, was kalt und hart,
löse, was in sich erstarrt,
lenke, was den Weg verfehlt.

Gib dem Volk, das dir vertraut,
das auf deine Hilfe baut,
deine Gaben zum Geleit.

Laß es in der Zeit bestehn,
deines Heils Vollendung sehn
und der Freuden Ewigkeit.

Ein Ruf, der auf die Hilfe Gottes hofft, und seinen Beistand erbittet, nicht irgendwann, sondern jetzt in dieser Welt. Er greift auf, dass die Zeit zwischen der Himmelfahrt Jesu und dem Kommen des Heiligen Geistes an Pfingsten eine Zeit des Ausharrens ist - eine des nicht Wissens, wie es nun weitergeht. Eine Zeit aber, die auf Gottes Hilfe angewiesen ist und in der die Betenden darauf vertrauen, dass Gott in der Welt wirkt. 

Diese Strophen, die uns besonders in der Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten begleiten können, sind in Heilig Kreuz nun zu einem besonderen Blickfänger geworden. 

Sie verbinden den auferstandeen Jesus Christus mit dem Taufbecken, sie führen vom Herzen unserer Kirche in Richtung der Ein- oder Ausgangstüre, leuchten in strahlendem Rot, und verändern sich je nach Tageszeit, Wetter, Sonnenstand. 

Kommen Sie gerne einmal vorbei, die Kirche ist jeden Tag zwischen 17 und 19 Uhr geöffnet und lassen sich hineinnehmen in diese Pfingstsequenz. 

Zwischen Himmelfahrt und Pfingsten verbindet die Pfingstnovene, eine besondere Form des Gebetes, viele Menschen auf der ganzen Welt. Wir laden dazu ein, sich diesem Gebet anzuschließen und geben gerne ein kleines Heftchen, erstellt von Angelika Röde, Birgit Lichtenstein, Franziska Schmelzer und Veronika Jürgens weiter, das als Anleitung dienen kann. Sie finden es hier als Download und in gedruckter Form in der Kirche Heilig Kreuz.