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Virtuelle Meditationsgemeinschaft des Ashram Jesu

Virtuelle Meditationsgemeinschaft des Ashram Jesu
Virtuelle Meditationsgemeinschaft des Ashram Jesu

Gerne teilen wir die Einladung des Ashram Jesu aus dem letzten Newsletter:

Eine „virtuelle Meditationsgemeinschaft“: Sie soll Daniela Lechners Gedenkinitiative ab Ostermontag für 30 Tage weiterführen. Wir stellen uns vor, dass eine verbindlichere Form der Solidarität hilft, sowohl sich zugehörig zu fühlen, als auch sich selbst durch das Innehalten und Seiner–Selbst–Innewerden anzunehmen. Letzteres ist die Voraussetzung dafür, den Tag mit seinen Aufgaben gestalten zu können.

Wer mitmachen möchte, muss sich bis spätestens Dienstag , den 7. April per E-Mail an dickerhof@ashram-jesu.de anmelden mit Vor- und Nachnamen. Wer gerne seine E-Mail-Adresse veröffentlicht haben will, muss das ausdrücklich gestatten. Ich werde dann bis Ostern eine Liste mit allen Teilnehmenden versenden, aufgeteilt auf die 30 Tage.

Mit Meditation der Langeweilge oder Unruhe begegnen

Tatsächlich ist das Innehalten eine Waffe. Mit ihr könnt Ihr Euch wehren, wenn Langeweile, Unruhe oder Sorgen sich Eurer bemächtigen. Denn Innehalten schafft Distanz. Ihr kommt, zumindestens etwas, aus Eurer Stimmung heraus, die Eure Gedanken prägt und Euch wie eine Wolke umfängt. Gleichzeitig bekommt Ihr mehr Kontakt mit Euch selbst, und das tut gut und zentriert.

Wie Ihr das Innehalten üben könnt? 

Übungsvorschlag

Ich mache mal einen Vorschlag für 20 Minuten, den Ihr aber bitte Euren Bedürfnissen anpasst:

(1)  Setz’ Dich entspannt und aufrecht auf einen Stuhl.

(2)  Spüre hin, wie Du dasitzt: wie das Becken auf dem Stuhl ruht, die Füße auf dem Boden stehen, der Oberkörper aufgerichtet ist, die Hände im Schoß ineinander liegen. Lass Dir Zeit, dadurch überhaupt ins Spüren hineinzukommen: 5 Minuten.

Achtung! Du wirst merken, dass Du plötzlich in Gedanken bist und nachdenkst. Das ist normal. Es ist nicht zu vermeiden. Nur: Sobald Du dies merkst, lass das Denken und geh wieder ins Spüren und Wahrnehmen. Denn um Spüren, Fühlen und Wahrnehmen geht es bei dieser Übung.

(3)  In diesem Teil geht es vor allem um Entspannung und Sammlung: Beobachte Dich beim Atmen für weitere 5 Minuten. Am besten so: Du atmest ganz normal und bemerkst dabei, wie sich Deine Bauchdecke oder Brust hebt und senkt oder wie die Atemluft einwärts bzw. auswärts an den Nasenlöchern vorbeistreicht. Das ist wohltuend: genieße es! Du brauchst nichts dabei zu erreichen. Schau unbeteiligt und aufmerksam zu, wie das Atmen sich auf den Körper auswirkt. Das hat eine entspannende und beruhigende Wirkung: der Atem ist da, ganz von selbst.

(4)  In diesen letzten 10 Minuten geht es darum, Dich selbst liebevoll anzunehmen, so wie Du Dich vorfindest: Spüre hin, was Du von Dir selbst merkst. Nicht nachdenken: Spüren, Fühlen, Wahrnehmen: Wie bist Du gestimmt? Was spürst Du von Deinem Körper: Tut er irgendwo weh...? In welcher Laune bist Du? Wie bist Du gerade drauf? ... Interessiere Dich für Dich, wie ein Liebender für seine(n) Geliebte(n). Für die Frommen: Jesus hat die Menschen in die Mitte gestellt, zu ihnen aufgeschaut mit liebendem Blick: so in etwa schaust Du Dich nun an: mit Respekt und voller Barmherzigkeit, erst recht, wenn Du es schwer mit Dir hast. Und dann bleibst Du, während Du den Atem ruhig weiterfließen lässt, in dieser Weise in der Wahrnehmung dessen, was Du von Deinem Körper, Deiner Seele oder Deinem Geist spürst, ohne etwas verändern, ohne etwas lösen oder erreichen zu wollen. Für 10 Minuten bist Du die Person, die Du gerade bist.

Die Meditationsgemeinschaft geht von Ostermontag, den 13. April, bis Dienstag, den 12. Mai. Sie beinhaltet eine tägliche Zeit des Innehaltens von 10 Minuten oder länger und Euren Segen für die Teilnehmenden, derer an jedem Tag besonders zu gedenken ist.